Verheerendes Umweltdesaster: Seveso kann der Dioxin Wolke bis heute nicht entkommen
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Verheerendes Umweltdesaster: Seveso kann der Dioxin Wolke bis heute nicht entkommen

Vor 50 Jahren breitet sich über der norditalienischen Gemeinde Seveso eine Giftwolke aus, die schwere Folgen für Gesundheit und Umwelt hat. Ausgelöst wird sie am 10. Juli 1976 in der Chemiefabrik Icmesa in Meda, als ein unkontrollierter Druckanstieg ein Sicherheitsventil öffnet und Schadstoffe in die Luft gelangen. Der Wind trägt die Wolke über mehrere Gemeinden, besonders stark trifft es Seveso.

Zunächst fällt vor allem ein übler Geruch auf. Erst Tage später wird bekannt, dass die Wolke die hochgiftige Substanz TCDD, auch Dioxin genannt, enthielt. 700 Menschen müssen evakuiert werden, einige Häuser werden abgerissen, in der am stärksten belasteten Zone wird Erde abgetragen und ersetzt.

Die Katastrophe führt später zu politischen Konsequenzen. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft verabschiedet 1982 die Richtlinie Seveso 1, die Unternehmen zu mehr Information über Produktion und Risiken verpflichtet. In Seveso selbst setzt sich die Bevölkerung bis heute für den Erhalt des renaturierten Gebiets ein.

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