Uli Hoeneß im Interview: Man darf nicht glauben, dass Klopp der Messias ist
Uli Hoeneß hat das Engagement von Jürgen Klopp beim DFB kritisch bewertet und zugleich den Umgang des Verbands mit dessen Berater Marc Kosicke bemängelt. Klopp sei ein sehr guter Trainer, sagte Hoeneß, man dürfe ihn aber nicht als Heilsbringer sehen und müsse ihm Zeit geben. Die Mitnahme von Kosicke halte er für problematisch und die gesamte Konstellation wirke auf ihn wie ein freundliche Übernahme.
Zugleich stellte Hoeneß die DFB Struktur grundsätzlich infrage. Er sprach sich dafür aus, die Nationalmannschaften in eine eigene Gesellschaft auszugliedern, damit Profis über sportliche Fragen entscheiden. Die derzeitigen Landesvertreter hätten seiner Ansicht nach nicht genug Fachwissen, um über den Bundestrainer zu bestimmen.
Positiv äußerte sich Hoeneß über den neuen Geschäftsführer Sport Per Mertesacker. Er lobte dessen Erfahrung als Spieler und als Leiter einer Akademie bei Arsenal und erhofft sich von ihm einen neuen Wind. Die Fußball WM 2026 nannte Hoeneß mit Blick auf die deutsche Mannschaft eine Blamage.
