Uganda: Langzeitpräsident Museveni zum Wahlsieger erklärt
In Uganda ist Präsident Yoweri Museveni nach der von Gewalt und einer Internetsperre überschatteten Wahl zum Sieger erklärt worden. Nach Angaben der Wahlkommission erhielt der 81 Jahre alte Amtsinhaber rund 71,7 Prozent der Stimmen und kann damit seine siebte Amtszeit antreten. Oppositionsführer Bobi Wine kam demnach auf rund 24,7 Prozent.
Wine wies das Ergebnis als gefälscht zurück und sprach von Betrug sowie Einschüchterungen. Afrikanische Wahlbeobachter erklärten zwar, sie hätten keinen Wahlbetrug festgestellt, kritisierten aber Berichte über Einschüchterungen, Verhaftungen und Entführungen.
Museveni regiert Uganda seit 1986. Vor der Wahl hatte die Regierung eine landesweite Internetsperre verhängt, die erst am Samstagabend beendet wurde. Am Freitag meldete die Polizei zudem, sieben Menschen seien bei Gewalt im Zentrum des Landes getötet worden. Wine selbst machte später Angaben über einen Entführungsversuch und einen Aufenthaltsort im Versteck, während die Polizei diese Darstellung zurückwies.
