Trumps Asienpolitik verunsichert Japan und Südkorea
In Tokio und Seoul wächst die Sorge, dass die Außenpolitik der USA die Bündnisse in Ostasien beschädigen könnte. Beobachter in beiden Ländern sehen mit Skepsis, dass Washington unter Präsident Donald Trump im Ukraine Krieg und im Verhältnis zu China Deals anstrebt, die als Annäherung an autoritäre Staaten gewertet werden.
Besonders irritiert die geplante politische Linie gegenüber China. Trump will im April 2026 nach China reisen, ein chinesischer Gegenbesuch in Washington ist für Ende 2026 vorgesehen. US Finanzminister Scott Bessent sprach von großer Stabilität für die bilateralen Beziehungen. In Japan und Südkorea wird zugleich befürchtet, die USA könnten ihre Verbündeten im Pazifik ebenso wenig verlässlich unterstützen wie die Ukraine.
Zusätzlich belastet ein Streit zwischen Japan und China die Lage. Nach Äußerungen von Japans Premierministerin Sanae Takaichi zu Taiwan reagierte Peking verärgert und rief sogar zu Reiseverzicht nach Japan auf. In Südkorea sorgt auch die Möglichkeit eines Abbaus der US Militärpräsenz für Unruhe. Dort sind derzeit etwa 25000 US Soldaten stationiert.
