Treibstoffkrise in Russland erhöht den Druck auf den Kreml
Ukrainische Angriffe auf Raffinerien haben in Russland eine neue Treibstoffkrise ausgelöst. Nach Angaben von Reuters sind inzwischen mindestens 30 Regionen betroffen, besonders Moskau und die Umgebung der Hauptstadt. Tankstellenketten wie Gazprom Neft und Tatneft haben dort den Verkauf bereits eingeschränkt.
In sozialen Netzwerken wird über lange Schlangen und spürbare Engpässe berichtet. Auch in der südrussischen Region Krasnodar und in Sotschi gibt es demnach Probleme an Tankstellen. Vor Ort verweisen Behörden auf eine erhöhte Nachfrage in der Ferienzeit.
Russische Wirtschaftsexperten warnen vor Folgen für Verkehr, Logistik und Bauwirtschaft. Sie halten eine schnelle Normalisierung für unwahrscheinlich und sehen auch eine sinkende Benzinqualität sowie beschädigte Raffinerien als Belastung. Ein Teil der Fachleute geht davon aus, dass sich die Versorgungslage nur schwer über Importe aus anderen Ländern ausgleichen lässt.
