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Tödlicher Polizeieinsatz in Bologna erschüttert Italien

Der Tod eines Marokkaners bei einem Polizeieinsatz hat in Italien große Empörung ausgelöst. In Bologna versammelten sich Tausende Menschen zu einer zunächst friedlichen Kundgebung, bei der es später zu Ausschreitungen kam. Teilnehmer warfen Flaschen und Molotowcocktails auf Polizisten, rissen Fenstergitter von gepanzerten Fahrzeugen ab. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden elf Menschen verletzt, mindestens ein Auto brannte aus.

Nach italienischen Medienberichten war die Polizei am Sonntagmittag wegen eines aggressiven Mannes gerufen worden. Beim Eintreffen soll der 42 oder 43 Jahre alte Abderrahim Fakir gegen einen Streifenwagen geschlagen haben. Nach dem Einsatz von Pfefferspray drückten ihn Beamte zu Boden. Er rief mehrfach um Hilfe, bevor er sich nicht mehr bewegte. Ein Notarzt stellte später seinen Tod fest.

Gegen beteiligte Polizisten und Sanitäter laufen Vorermittlungen wegen fahrlässiger Tötung. Die Regierung kündigte vollständige Transparenz an, Innenminister Matteo Piantedosi sprach von einer großen Tragödie. Matteo Salvini verteidigte den Einsatz.

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