Tether wird verklagt: Millionenstreit um USDT eskaliert
Der Zahlungsdienstleister Conduit hat Tether wegen eingefrorener USDT im Wert von 2,76 Millionen US Dollar verklagt. Das Unternehmen wirft dem Stablecoin Emittenten vor, den Zugriff auf die Gelder seit mehr als einem Jahr zu blockieren, ohne dafür eine ausreichende Begründung geliefert zu haben. Die Klage wurde am Montag beim US Bezirksgericht für den Southern District of New York eingereicht.
Conduit nutzt Stablecoins wie USDT und USDC für grenzüberschreitende Zahlungen in mehr als 100 Ländern. Nach Darstellung des Unternehmens steht die Sperre im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen den früheren Kunden Onix Intermediações in Brasilien. Conduit betont jedoch, dass die brasilianische Bundespolizei die eigene Treasury Wallet nie zur Sperrung markiert habe und ein brasilianisches Gericht bestätigt habe, dass das Unternehmen nicht Gegenstand der Ermittlungen sei.
Conduit verlangt neben der Freigabe der Gelder mindestens weitere 2,76 Millionen US Dollar Schadenersatz sowie Beträge, die Tether mit den Reserven hinter den gesperrten Token verdient haben soll. Eine gerichtliche Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der Sperre gibt es bislang nicht.
