Sturzflutgefahr in Nepal und Tibet: Behörden unterbrechen Suche
Die Suche nach Überlebenden nach der Sturzflut im Himalaja ist in Teilen des Katastrophengebiets vorerst eingestellt worden. Hintergrund ist die Gefahr einer neuen Flutwelle. In dem Grenzgebiet von Nepal und der von China kontrollierten Region Tibet hatten die Behörden ihre Rettungsaktionen auf beiden Seiten unterbrochen.
Nach Angaben des chinesischen Staatsfernsehens tritt ein See, der sich hinter Schlamm und Geröll aufgestaut hat, über die Ufer. Rettungsteams wurden angewiesen, sich einen Kilometer zurückzuziehen und auf weitere Anweisungen zu warten. Im nepalesischen Katastrophengebiet Rasuwa wurden die Einsätze ebenfalls gestoppt. Die Zahl der Todesopfer stieg in Nepal auf mindestens 469, in China wurden drei Tote bestätigt.
Mehr als 1.500 Menschen wurden in Nepal gerettet, viele von ihnen verletzt. Zudem werden weiter zahlreiche Menschen vermisst, darunter nach Angaben der nepalesischen Behörden acht Deutsche. Die Region im Himalaja ist bei Bergsteigern und Pilgern beliebt.
