Studie zu Aufholprozess: Der Abstand zum Westen schrumpft nur langsam
Der wirtschaftliche Aufholprozess in Ostdeutschland verliert seit Jahren an Tempo. Nach Angaben des Wettbewerbsreports Ostdeutschland 2026 lag die Wirtschaftsleistung der Beschäftigten kurz nach der Wiedervereinigung bei gut einem Drittel des Westniveaus, vor zehn Jahren bei 78 Prozent und heute bei rund 85 Prozent.
Die Entwicklung verläuft jedoch sehr unterschiedlich. Einige Regionen wie Jena, der Saalkreis und die Uckermark liegen inzwischen über dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Besonders Brandenburg, das Berliner Umland sowie die Industrieansiedlungen rund um Tesla Grünheide wachsen stark, auch Dresden und Leipzig entwickeln sich dynamisch.
Schwächer bleiben vor allem periphere Räume in Mecklenburg Vorpommern, Nordsachsen und dem Erzgebirge. Die Autoren des Reports warnen vor Problemen bei Bevölkerungsentwicklung, Investitionen und Innovationen. Zudem sehen sie in der Vermögenslücke zwischen Ost und West ein zentrales Risiko und fordern mehr Investitionen, stärkere Innovationsförderung und gezielte Fachkräftegewinnung.
