Studie: Deutsche Politiker unterschätzen die Bereitschaft zum Klimaschutz
Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass deutsche Politiker und Politikerinnen die Bereitschaft in der Bevölkerung zum Klimaschutz deutlich unterschätzen. Befragt wurden mehr als 2.000 Bürger und rund 1.600 politische Mandatsträger. Besonders groß war die Fehleinschätzung bei härteren Gesetzen und zusätzlichen finanziellen Belastungen.
Politiker schätzten im Durchschnitt, dass nur 18 Prozent der Menschen in Deutschland ein Prozent ihres Einkommens für den Klimaschutz geben würden. Tatsächlich lag der Anteil bei 48 Prozent. Auch bei Bürgern ohne politisches Amt gab es Abweichungen, sie lagen aber näher an der Realität. Die Unterschätzung fiel bei den befragten Politikern über fast alle Parteien hinweg ähnlich aus.
Nur bei der AfD war die Distanz besonders groß. Die Forscher führen die Fehleinschätzung auf pluralistische Ignoranz zurück. Danach nehmen Menschen fälschlicherweise an, dass andere Gruppenmitglieder anders denken als sie selbst.
