Straße von Hormus: Was würde eine Öffnung für Afrika bedeuten?
Eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus könnte nach Einschätzung von Experten vor allem afrikanische Importländer entlasten. Fallen die Energiepreise, dürften sich auch Transportkosten, Düngemittelpreise und Lebensmittelpreise beruhigen. Besonders betroffen wären Staaten in Ostafrika, Nordafrika und der Sahelzone, die stark von importierter Inflation leiden.
In Ostafrika hoffen Regierungen, Unternehmen und Verbraucher auf günstigere Warenströme und stabilere Lieferketten. Für Länder wie Kenia, Äthiopien und Tansania ist die Route besonders wichtig. Nach Schätzungen passieren rund 26 Prozent der kenianischen Düngemittelimporte die Meerenge, im Sudan mehr als die Hälfte.
Für Ölproduzenten wie Angola, Nigeria und Algerien wäre die Lage anders. Sinkende Ölpreise könnten ihre Staatseinnahmen verringern, zugleich aber die Inflation dämpfen und Konsumenten entlasten. Ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran ist noch nicht unterzeichnet.
