Spider Man, Furzmodus, G Turn: Käufer oder Hersteller, wem gehört das Auto?
BMW hat mit einer Spider Man Animation im Cockpit, Mercedes mit dem G Turn und Hyundai mit simulierten Motorgeräuschen gezeigt, wie stark Software inzwischen in Autos eingreift. Hersteller können dadurch auch nach dem Verkauf neue Inhalte und Funktionen auf die Bildschirme und Systeme bereits verkaufter Fahrzeuge bringen.
Viele Kunden reagieren darauf genervt, weil in teuren Autos plötzlich fremde Inhalte oder kostenpflichtige Angebote auftauchen. Kritisiert wird, dass das Cockpit nicht nur ein technischer Raum ist, sondern zunehmend zu einer Plattform für neue Geschäftsmodelle wird. Auch Tesla nutzt Software für Zusatzfunktionen wie Furzgeräusche oder Außensounds.
Besonders deutlich wurde das beim Thema Sitzheizung. BMW bot beheizbare Sitze in einigen Märkten zeitweise als monatliches Abo an, obwohl die Hardware bereits eingebaut war. Nach Protesten wurde das Modell wieder aufgegeben. Für die Hersteller bleibt das Prinzip attraktiv, weil aus einem einmaligen Verkauf ein dauerhaftes Geschäft werden kann.
