SPD und Union streiten über die Rente nach 45 Beitragsjahren
In der Koalition wachsen die Differenzen über die Rentenpläne. SPD Generalsekretär Tim Klüssendorf will an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren festhalten und sieht Klärungsbedarf mit der CDU. Menschen, die sehr lange gearbeitet und Beiträge gezahlt hätten, sollten früher ohne Abschläge in Rente gehen können, sagte er.
Unions Fraktionschef Thorsten Frei hält dagegen am Aus dieser Regelung fest. Auch die neue CDU Generalsekretärin Franziska Hoppermann warnt davor, einzelne Punkte aus dem Reformpaket herauszulösen. Die CDU Ministerpräsidenten aus Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen hatten sich zuvor ebenfalls gegen die Abschaffung ausgesprochen. Kritik kam auch von Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke und Mecklenburg Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.
In der Rentenkommission sorgt die Debatte für Unverständnis. Der Sozialverband VdK fordert dagegen Nachbesserungen und warnt davor, dass Beschäftigte mit langen Arbeitsjahren benachteiligt werden könnten.
