Social Media erst ab 13 Jahren: Was die EU plant
Die EU-Kommission plant Altersbeschränkungen für soziale Netzwerke wie TikTok, Instagram und Snapchat. Nach den Vorstellungen von EU Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sollen Kinder unter 13 Jahren keine eigenen Konten mehr anlegen dürfen. Ab 13 Jahren wären eingeschränkte Mini Konten möglich, ab 15 Jahren soll die selbstständige Nutzung erlaubt sein.
Von der Leyen will den Vorschlag am Donnerstag mit einem Gesetzestext konkretisieren. Danach müssen sich EU Parlament und Mitgliedstaaten damit befassen. Die Kommission verweist auf mögliche Folgen intensiver Nutzung wie Schlafmangel, Ängste und nachlassende Konzentration. Zugleich sollen Plattformen stärker in die Pflicht genommen werden, etwa durch sichere Voreinstellungen ohne suchtfördernde Funktionen.
Für die Alterskontrolle könnte die EU Brieftasche EUDI Wallet eine Rolle spielen, die ab Anfang 2027 auch in Deutschland verfügbar sein soll. In Deutschland hat sich Bildungsministerin Karin Prien ebenfalls für eine Mindestaltersgrenze ausgesprochen. Kritik kommt von Verbraucher und Digitalverbänden, Zustimmung von Kinderrechtlern.
