Smart Glasses: Wie man sich gegen heimliches Filmen wehren kann
Smart Glasses mit Kamera und Mikrofon können per Sprachbefehl gesteuert werden, Podcasts und Musik abspielen sowie Informationen abrufen. Sie sollen auch die Barrierefreiheit verbessern, etwa für blinde Menschen, die sich damit besser orientieren oder Speisekarten vorlesen lassen können.
Gleichzeitig wächst die Sorge vor Missbrauch. Mit den Brillen lassen sich Menschen unbemerkt filmen, auch in sensiblen Situationen. Berichte über heimliche Aufnahmen im öffentlichen Raum und im Internet haben die Debatte verschärft. In einer Infratest dimap Umfrage hielten 85 Prozent der Befragten heimliches Filmen für ein großes gesellschaftliches Problem, unter Frauen waren es knapp 90 Prozent.
Kritik gibt es auch an den kleinen Aufnahme LEDs, die nicht immer gut sichtbar seien. Datenschützer und Bürgerrechtsorganisationen warnen zudem vor möglicher Gesichtserkennung. In der EU wäre eine alltägliche Echtzeit Gesichtserkennung im öffentlichen Raum nicht erlaubt. Rechtsexperten halten Verbote, strengere Regeln und technische Kennzeichnungen der Brillen für mögliche Gegenmaßnahmen.
