Sicherheitsstudie: Wenn die Drohne längst verschwunden ist
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Sicherheitsstudie: Wenn die Drohne längst verschwunden ist

Deutschland liegt beim Schutz Kritischer Infrastruktur nach Einschätzung einer neuen Sicherheitsstudie mehr als zehn Jahre zurück. Das Beispiel einer Drohne über einem sicherheitsrelevanten Werksgelände in Bremen steht dabei für ein größeres Problem: Zuständigkeiten, Informationen und Einsatzmittel greifen nach Ansicht der Autoren oft nicht schnell genug ineinander.

Die Untersuchung des Bonner Sicherheitsnetzwerks AFCEA kommt zu dem Ergebnis, dass Deutschland beim Aufbau eines gesamtstaatlichen Sicherheitsökosystems in wichtigen Bereichen deutlich hinterherhinkt. 61 Prozent der Befragten halten das Land in komplexen Krisenlagen nur eingeschränkt handlungsfähig, 15 Prozent sogar für nicht handlungsfähig. Grundlage der Studie sind 55 Tiefeninterviews mit 61 Gesprächspartnern, eine Online Befragung von 72 Fachleuten und der Vergleich internationaler Ansätze.

Gefordert werden engere Verbindungen zwischen Katastrophenschutz, Drohnen und Cyberabwehr. Die Studie nennt 30 Maßnahmen, darunter gemeinsame Lagebilder, standardisierte Datenverbindungen und Krisenübungen für politische Entscheidungsträger. Alles soll dazu beitragen, Warnungen schneller in Entscheidungen und wirksames Handeln zu übersetzen.

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