Serbien: Wie ein Musikfestival in Ungnade geriet
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Serbien: Wie ein Musikfestival in Ungnade geriet

Serbiens Behörden gehen unter Präsident Aleksandar Vucic nach Angaben der Festivalleitung gegen das regierungskritische Musikfestival Exit vor. Das größte Festival des Balkans wurde demnach unter politischem Druck aus Serbien nach Montenegro verlegt. Veranstalter Dusan Kovacevic spricht von gestrichenen staatlichen Zuschüssen, bedrohten Sponsoren und direkten Drohungen des serbischen Geheimdienstes gegen ihn und sein Team.

Exit hatte sich zuletzt mit den Studentenprotesten gegen die Regierung solidarisiert. Im vergangenen Jahr holten die Veranstalter protestierende Studenten auf die Bühne, wo sie gemeinsam mit der italienischen Sängerin Gala auftraten. Ihr Song Freed from Desire wurde zu einer Hymne der Protestbewegung.

Im Mai kam es zudem zu einer Razzia, bei der Milos Kovacevic, ein Bruder des Festivalveranstalters, festgenommen wurde. Das Festival fand Anfang Juli erstmals in Montenegro statt und soll Ende August dort noch einmal am Becici Strand bei Budva stattfinden. Im Oktober ist zudem ein Auftritt als Starlight Festival in Ägypten geplant.

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