Schweden: Wahlsiegerin Andersson kann keine Regierung bilden
Die schwedische Sozialdemokratin Magdalena Andersson hat die Sondierungsgespräche mit den Linken für gescheitert erklärt und sieht derzeit keine Möglichkeit für die Bildung einer Regierung. Auslöser ist die Entscheidung der Linkspartei, bei der Wahl des Parlamentspräsidenten den konservativen Amtsinhaber Andreas Norlén zu unterstützen.
Norlén setzte sich am frühen Nachmittag mit 200 zu 146 Stimmen gegen die Sozialdemokratin Johanna Haraldsson durch. Andersson sagte, sie nehme die Botschaft der Linkspartei ernst und komme nach den geführten Gesprächen zu dem Schluss, dass ihr aktuell die Grundlage für eine Regierungsbildung fehle. Jetzt muss der Parlamentspräsident entscheiden, wem er den Auftrag zur Regierungsbildung erteilt.
Bei der Parlamentswahl vor zehn Tagen waren die Sozialdemokraten mit 28 Prozent stärkste Kraft geworden. Gemeinsam verfügten die vier Oppositionsparteien, die Andersson unterstützen wollten, über 176 der 349 Sitze. Das konservative Lager aus der bisherigen Regierungskoalition und den Rechtspopulisten kam auf 173 Mandate.
