Russland stellt Nestlés Standorte unter Zwangsverwaltung
Russland hat die Geschäfte des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé unter russische Verwaltung gestellt. Ein am Donnerstag veröffentlichtes Dekret von Kreml Chef Wladimir Putin sieht vor, dass die Anteile an eine russische Gesellschaft namens L.E.V. Management übertragen werden. Auch die französische Supermarktkette Auchan und die Bauhauskette Leroy Merlin, die 2024 in Russland in Lemana Pro umbenannt worden war, sind betroffen.
Nestlé teilte mit, man nehme den Erlass zur Kenntnis und prüfe die Lage sowie mögliche Schritte. Der Konzern will nach eigenen Angaben seine Rechte schützen und den Betrieb im Interesse der Mitarbeiter sichern. Zu den betroffenen Vermögenswerten gehört auch die Nestlé Deutschland AG in Russland.
Nestlé betreibt in Russland sechs Fabriken, in denen unter anderem Kaffee, Tiernahrung und Säuglingsnahrung hergestellt werden. Der Konzern setzte seine Geschäfte dort nach eigener Begründung fort, um als Lebensmittelhersteller lebenswichtige Güter zu liefern.
