Russische KI agiert autonom: Die Drohne entscheidet selbst, wen sie tötet
Eine russische Drohne hat bei einem Angriff in der Nähe der ukrainischen Frontstadt Saporischschja im Juli drei Menschen getötet. Nach der Auswertung durch ukrainische Militärs und Forensiker gab es keine Antennen für die Verbindung zu einem Drohnenpiloten. Stattdessen fanden sie ein Jetson Orin, ein kleines Computermodul von Nvidia, das die Drohne in die Lage versetzt haben soll, Bilddaten selbst auszuwerten und eigenständig zu handeln.
Den Angaben zufolge war das System darauf trainiert, Gasspeicher zu erkennen und anzugreifen. Ziel war offenbar eine Tankstelle mit Propantanks, die Drohne prallte jedoch gegen eine Mauer und explodierte. Unter den Toten waren eine 19 jährige Studentin und zwei Männer in den 40ern.
Der Vorfall gilt als Hinweis auf den Einsatz autonomer Waffensysteme im Ukrainekrieg. Zugleich wird auf die Frage verwiesen, wer für Angriffe haftet, wenn Maschinen eigenständig über ihre Ziele entscheiden. Auch ukrainische Streitkräfte setzen nach Angaben des Textes bereits KI in Drohnen ein, bislang allerdings nicht vollständig autonom.
