Richtungswahl in Peru: Gegen Fujimori oder gegen die Linke
In Peru hat die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Im Mittelpunkt steht der Machtkampf zwischen der konservativen Politikerin Keiko Fujimori und dem linksgerichteten Abgeordneten Roberto Sánchez. Fujimori wirbt mit dem Versprechen von Ordnung und stellt die Linke als Gefahr für das Land dar. Sánchez warnt seinerseits vor einem Mafiapakt der Eliten und ruft dazu auf, die korrupte politische Klasse zu besiegen.
Das Land erlebt eine schwere politische Krise. Nach der Absetzung von Präsident José Jerí durch das Parlament gab es bei der Wahl im April keinen klaren Sieger. Wer nun gewinnt, wird das zehnte Staatsoberhaupt in zehn Jahren. Viele Menschen sind unentschlossen, die Politikverdrossenheit wächst. Für zahlreiche Wählerinnen und Wähler ist es eine Wahl zwischen zwei ungeliebten Optionen.
