Rente nach 45 Beitragsjahren: sinnvoll oder ungerecht?
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Rente nach 45 Beitragsjahren: sinnvoll oder ungerecht?

Die Debatte über die Rentenreform wird in Deutschland kontrovers geführt. Nach Berechnungen steht das Rentensystem wegen der demografischen Entwicklung unter Druck, weil Menschen länger leben und immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner finanzieren müssen. Die Rentenversicherung verweist darauf, dass sich das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern seit 1960 deutlich verschlechtert hat und bis 2045 weiter sinken könnte.

Eine Rentenkommission schlägt deshalb vor, das Renteneintrittsalter schrittweise anzuheben, zusätzliche Beitragszahler in das System einzubeziehen und eine Kapitalrente aufzubauen. Dazu soll nach ihren Plänen auch die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren entfallen. Diese sogenannte Rente mit 63 gilt inzwischen nicht mehr für alle Jahrgänge und wird derzeit von knapp 30 Prozent eines Jahrgangs genutzt. Menschen, die 2025 über diese Regelung in Rente gingen, erhielten im Schnitt 1.677 Euro im Monat. Nach Einschätzung von Rentenexperten wäre der Wegfall dieser Regelung mit Einsparungen von rund 10 Milliarden Euro im Jahr verbunden.

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