Religion stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt
Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass religiös gebundene und engagierte Menschen stärker zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen als nichtreligiöse. Zugleich zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Religionsgemeinschaften. Bei Muslimen sinkt demnach mit ausgeprägter Religiosität die Verbundenheit mit dem Gemeinwesen deutlich.
Der Religionsmonitor befragt seit knapp 20 Jahren die Rolle von Religion und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen. Für die aktuelle repräsentative Untersuchung wurden im März 2026 gut 5200 Menschen zwischen 18 und 94 Jahren in Deutschland befragt. Laut Studie hat sich der gesellschaftliche Zusammenhalt nach Rückgängen in den Corona Jahren wieder verbessert und nähert sich den Werten vor 2020 an.
Besonders schwach ausgeprägt sind demnach das Vertrauen in die Bundesregierung und das Gerechtigkeitsempfinden. Bei katholischen und evangelischen Befragten steigen die Werte für Zusammenhalt mit zunehmender Religiosität. Unter hochreligiösen Muslimen liegt die Verbundenheit mit dem Gemeinwesen dagegen besonders niedrig. Als mögliche Gründe nennt die Studie Diskriminierung, fehlende gesellschaftliche Anerkennung und begrenzte institutionelle Repräsentation.
