Reise von Ministerin Reiche: Welcher Umgang mit China ist geboten?
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche reist in schwierigen Zeiten nach China, um die Interessen der deutschen Wirtschaft offensiv zu vertreten. Sie sagte, Deutschland habe seine Interessen in der Vergangenheit nicht klar genug benannt. Zugleich steht die Frage im Raum, ob im Umgang mit China eher Druck oder Kooperation sinnvoll ist.
SPD Politiker Sebastian Roloff begleitet Reiche und wirbt für ein selbstbewusstes Auftreten. Er verweist auf den starken Wettbewerb durch subventionierte chinesische Produkte und auf wegbrechende Absatzmärkte, besonders im Maschinenbau. Grünen Politiker Omid Nouripour spricht sich dafür aus, bei China Reisen enger mit anderen europäischen Ländern zusammenzugehen, weil Deutschland damit wirksamer sei.
Auch in der Wirtschaft gehen die Meinungen auseinander. Jürgen Matthes vom IW Köln hält Ausgleichszölle für ein Mittel gegen unfairen Wettbewerb, während CDU Politiker Thomas Bareiß vor zu vielen Handelshemmnissen warnt. DIHK Außenwirtschaftschef Volker Treier setzt auf enge Zusammenarbeit, sieht aber auch Gesprächsbedarf bei Subventionen, dem Zugang zu kritischen Rohstoffen und dem Schutz geistigen Eigentums.
