Reichsbürger Gruppe Königreich Deutschland: Mutmaßliche Anführer angeklagt
Gegen vier mutmaßliche Anführer der verbotenen Reichsbürger Gruppe Königreich Deutschland hat die Bundesanwaltschaft in Düsseldorf Anklage erhoben. Unter den Beschuldigten ist auch Peter Fitzek, der Gründer der Gruppe. Ihm werden neben der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung auch der Betrieb eines unerlaubten Versicherungsgeschäfts und zahlreiche Fälle von Steuerhinterziehung vorgeworfen.
Nach Angaben der Bundesanwaltschaft finanzierte sich die Gruppe unter anderem durch unerlaubte Bank und Versicherungsgeschäfte, Spenden, Geschenke und kostenpflichtige Seminare. Zwischen 2020 und 2025 soll sie rund zehn Millionen Euro eingenommen haben. Für Mitarbeiter seien keine Lohn und Sozialversicherungsbeiträge gezahlt worden, was insgesamt zu einer Hinterziehung von zwei Millionen Euro geführt habe.
Das Oberlandesgericht Düsseldorf muss nun entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird. Die vier Beschuldigten sitzen seit den Festnahmen im Mai 2025 in Untersuchungshaft.
