Protest für mehr Sicherheit: Polens Fernzüge sind massiv verspätet, mit Absicht
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Protest für mehr Sicherheit: Polens Fernzüge sind massiv verspätet, mit Absicht

In Polen haben Lokführer mit einer Bummelaktion für mehr Sicherheit auf der Schiene landesweit für Verspätungen im Bahnverkehr gesorgt. Am Morgen war jeder dritte Fernzug verspätet, 14 Fernzüge fielen aus. Die polnische Bahn drohte den Organisatoren mit rechtlichen Konsequenzen.

Die Lokführergewerkschaft hatte ihre Mitglieder nach einem schweren Unfall aufgerufen, von Mitternacht bis 12 Uhr mittags mit 20 Kilometern pro Stunde über jeden Bahnübergang zu fahren. Bei dem Unfall war am Mittwoch ein Intercity auf einem unbeschrankten Bahnübergang mit einem Betonmischer kollidiert. Eine Frau kam dabei ums Leben, zehn weitere Menschen wurden verletzt.

In Polen gibt es auch auf Hauptstrecken viele unbeschrankte Bahnübergänge. Die Gewerkschaft verweist darauf, dass es im vergangenen Jahr knapp 180 Unfälle an Bahnübergängen gegeben hat. Nach Angaben von Gewerkschaftschef Leszek Mietek verzögert die langsame Fahrt einen Zug an jedem Bahnübergang um etwa zwei Minuten.

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