Präsidentschaftskandidaten in Frankreich zum Wahlkampfauftakt beim MEDEF
Acht Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich haben sich sieben aussichtsreiche Kandidaten vor Wirtschaftsvertretern im Pariser Tennisstadion Roland Garros präsentiert. Im Mittelpunkt der Debatte stand die hohe Staatsverschuldung des Landes.
Marine Le Pen stellte eine Schuldenbremse und einen Sparplan in Höhe von 125 Milliarden Euro in Aussicht. Sie kündigte zudem an, den französischen Nettobeitrag zur Europäischen Union deutlich senken zu wollen. Der linkspopulistische Kandidat Jean Luc Mélenchon sprach sich dagegen dafür aus, einen Teil der französischen Staatsschulden nicht zurückzuzahlen.
Auch andere Bewerber setzten auf wirtschaftsnahe Positionen. Der frühere Premierminister Édouard Philippe forderte längeres Arbeiten und verwies auf höhere Rentenausgaben in Frankreich. Gabriel Attal griff Le Pen scharf an und warf ihrer Partei eine Verweigerungshaltung bei sozialen Reformen vor. Bei den Unternehmern kam Attal am besten an, während die grüne Spitzenkandidatin Marine Tondelier zeitweise ausgebuht wurde.
