Präsidentendiplomatie: Xi trifft Trump
Xi Jinping und Donald Trump treffen sich in diesem Jahr insgesamt viermal persönlich. Fachleute sehen darin die Chance, die Rivalität zwischen China und den USA geordnet zu halten und den bestehenden Konsens auszubauen. Zugleich rechnen sie mit einer Atmosphäre der Kontrolle und Zurückhaltung, in der beide Seiten vor allem auf begrenzte und praktische Ergebnisse setzen.
Im Mittelpunkt stehen dabei wirtschaftliche Fragen wie Zölle, Agrarprodukte, Boeing Flugzeuge, Seltene Erden und Investitionen. Für Trump könnten vor den Zwischenwahlen sichtbare Erfolge innenpolitisch wichtig sein. China wiederum strebt nach Einschätzung von Experten dauerhafte Zusagen der USA an, etwa bei Exportbeschränkungen für Hightech Produkte und bei Waffenverkäufen an Taiwan. Bei der Regulierung Künstlicher Intelligenz erwarten Beobachter dagegen kaum Zugeständnisse.
Auch die Taiwan Frage bleibt ein sensibles Thema. Während die USA an ihrer Ein China Politik festhalten, soll Trump nach chinesischer Einschätzung auf eine Zuspitzung verzichten. Beide Seiten wollen demnach einen Waffenstillstand im Handelsstreit verlängern, auch wenn Zweifel an der Dauer einer Annäherung bestehen.
