Polizei prüft Authentizität: Bekennerschreiben nach Angriff auf Umspannwerk deutet auf Einzeltäter hin
Nach dem Angriff auf ein Umspannwerk am Kohlekraftwerk Jänschwalde im Süden Brandenburgs ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Das Brandenburger Polizeipräsidium in Potsdam teilte mit, die Authentizität des Schreibens werde weiter geprüft und könne derzeit weder bestätigt noch verneint werden. Aus ermittlungstaktischen Gründen machte die Polizei keine weiteren Angaben.
Nach Angaben der taz bekennt sich darin ein Einzeltäter zu der Tat und beschreibt die verwendeten Selbstbauraketen. Das Schreiben sei handschriftlich verfasst und laut Poststempel in Nordrhein Westfalen verschickt worden. Die Zeitung berichtete außerdem, an der angegebenen Adresse nur ein anderes Familienmitglied angetroffen zu haben, das keine Kenntnis von der Tat und dem Aufenthaltsort des Mannes gehabt habe, die Handschrift aber erkannt habe.
Am Dienstag hatten Unbekannte das Umspannwerk angegriffen. Dabei kamen laut Netzbetreiber 50Hertz selbstgebaute Flugkörper zum Einsatz, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Terrorverdachts.
