Platin steht nicht nur für Knappheit, sondern auch für Abhängigkeit
Platin wird zunehmend als strategischer Rohstoff bewertet, dessen Preis stark von der Versorgungslage abhängt. Ein großer Teil der Förderung stammt aus Südafrika, zudem bleibt Russland ein wichtiger Lieferant. Damit konzentriert sich das Angebot auf wenige politisch und wirtschaftlich anfällige Regionen.
Gleichzeitig bleibt die Nachfrage breit gefächert, etwa für Abgaskatalysatoren, Chemieanlagen, Elektronik und Wasserstofftechnologien. Der Markt lebt bereits von Reserven, während das Angebot laut der aktuellen Prognose auch 2026 hinter der Nachfrage zurückbleiben dürfte. Dadurch sinken die frei verfügbaren Lagerbestände weiter.
Auch Handelspolitik und die Zukunft des Verbrennungsmotors beeinflussen den Markt. Neue Zölle oder Importregeln können Metall in einzelne Länder ziehen, ohne das globale Angebot zu erhöhen. Zugleich bleibt Platin von der Entwicklung in der Autoindustrie, der Energiewende und den Förderbedingungen in Südafrika abhängig.
