Parlamentswahl in Algerien: Wahlkampf gegen das Desinteresse
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Parlamentswahl in Algerien: Wahlkampf gegen das Desinteresse

Zehn Tage vor der Parlamentswahl in Algerien ist in der Hauptstadt Algier wenig Wahlkampfstimmung zu spüren. In den Straßen dominieren Fußballbanner, viele Menschen reagieren auf das Thema Wahl zurückhaltend oder sagen, sie wollten gar nicht abstimmen. Auch in der Provinz Bouira bleibt eine Wahlveranstaltung von Youcef Aouchiche, dem Ersten Sekretär der sozialistischen Partei Front des Forces Socialistes, fast leer.

Die Opposition fordert mehr Einfluss für das Parlament und eine stärkere Gewaltenteilung. Zugleich gilt die Wahlbeteiligung als unsicher, nachdem sie 2021 nur 23 Prozent betragen hatte. Nach Angaben von Beobachtern prägen mangelndes Vertrauen in Institutionen und Politiker sowie eine zunehmende Machtkonzentration beim Präsidenten das politische Klima.

Eine große Rolle spielen vor allem soziale Themen wie Inflation und wirtschaftliche Perspektiven. Algerien verfügt über große Rohstoffreserven und bleibt für Deutschland auch als möglicher Lieferant von grünem Wasserstoff interessant. Trotzdem erwarten viele kaum politische Erneuerung durch die Wahl.

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