Papst Leo besucht Frankreich und blickt auf die Zukunft Europas
Papst Leo XIV. reist ab Freitag für vier Tage nach Frankreich und besucht Paris, Lourdes und Metz. In Paris werden zu den öffentlichen Veranstaltungen große Menschenmengen erwartet, allein rund um die Papst Messe auf der Place de la Concorde rechnen die Veranstalter mit einer Million Menschen. Die französische katholische Kirche verweist zugleich auf steigende Zahlen bei Erwachsenentaufen und auf neues Interesse am Glauben.
Der Besuch hat auch politische Bedeutung. Frankreich trennt seit 1905 Staat und Kirche strikt, der Präsident kann deshalb nicht an den großen öffentlichen Messfeiern teilnehmen. Im Land stehen in gut sechs Monaten Präsidentschaftswahlen an. Leo will während der Reise 15 Reden und Predigten halten, darunter am Schlusstag in Metz eine Rede über Europa, die unter dem Titel An den Wurzeln Europas für Frieden und Einheit steht.
Besonderes Gewicht bekommt auch ein Treffen mit Missbrauchsopfern in Lourdes. Dort begegnet Leo sieben Betroffenen, die vorab gemeinsam öffentlich Stellung bezogen haben.
