Palladium trägt erneut eine politische Risikoprämie
Palladium hat zum Wochenschluss deutlich zugelegt und notierte im europäischen Abendhandel zeitweise bei rund 1.325 bis 1.335 US Dollar je Feinunze. Der Markt reagierte auf neue Russland Sanktionen der USA und auf die hohe Konzentration der Förderung in Russland, das 2024 nach Angaben des US Geological Survey rund 41 Prozent der weltweiten Palladiumproduktion stellte.
Die Preise werden zusätzlich von der Entwicklung in der Autoindustrie beeinflusst. Palladium wird vor allem in der Abgasnachbehandlung von Benzin und Hybridfahrzeugen eingesetzt. Handelskonflikte, der Wettbewerb um Elektroautos und der langsame Umbau der Industrie können die Nachfrage daher ebenso prägen wie politische Risiken auf der Angebotsseite.
Am Terminmarkt lag der Dezember 2026 Kontrakt am Freitag um 1.315 US Dollar je Feinunze. Charttechnisch gilt die Zone um 1.340 bis 1.350 US Dollar als wichtig, während ein Rückfall unter 1.280 bis 1.300 US Dollar die jüngste politische Risikoprämie in Frage stellen würde.
