Öl Deal der USA mit Venezuela: Experten bezweifeln Trumps Versprechen
US Präsident Trump will mit einem Öl Deal mit Venezuela die Engpässe im Nahen Osten ausgleichen und die Benzinpreise in den USA senken. Experten bezweifeln jedoch, dass das Vorhaben rasch Wirkung zeigt. Nach Einschätzung von Marktexperten würde der Wiederaufbau der veralteten Ölindustrie in Venezuela Jahre dauern, neue Förderfelder noch länger.
Der Deal soll der Firma North American Blue Energy Partners die Förderrechte an 17 venezolanischen Ölfeldern für 100 Jahre sichern. Die USA halten nach Angaben aus dem Umfeld des Abkommens 35 Prozent an dem Unternehmen und erhalten ein Vorzugsrecht auf 20 Prozent des künftig geförderten Öls zum Selbstkostenpreis. Kritiker wie die demokratische Abgeordnete Maggie Goodlander sehen darin keinen schnellen Beitrag zur Entlastung der Verbraucher.
Auch Fachleute verweisen auf das hohe politische und juristische Risiko in Venezuela. Der Markt für schweres Öl sei zu klein, um die erwarteten Mengen auszugleichen, die zuvor über die Straße von Hormus in die Weltwirtschaft gelangten. Amerikanische Ölkonzerne hatten sich zuvor bereits gegen größere Investitionen in Venezuela ausgesprochen.
