Nordsee und Ostsee waren im Sommer deutlich zu warm
Nord- und Ostsee sind in diesem Sommer ungewöhnlich stark aufgeheizt. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie teilte mit, dass die Wassertemperaturen von Juni bis August deutlich über den langjährigen Mittelwerten lagen. Für die Nordsee war es seit 1997 der fünftwärmste Sommer, für die Ostsee der siebtwärmste.
Die durchschnittliche Oberflächentemperatur lag in der Nordsee bei 15,6 Grad, in der Ostsee bei 17,2 Grad. Besonders warm war es in der südlichen Nordsee und im Ärmelkanal, wo die Werte zwei Grad oder mehr über dem Mittel lagen. Vor Helgoland wurden 66 Tage mit marinen Hitzewellen registriert, im Juli lag die Temperatur dort fast vier Grad über dem Vergleichswert.
In der Ostsee waren vor allem die schwedische Ostküste sowie die deutschen und polnischen Küsten betroffen. Das Bundesamt warnt vor Folgen für Tierwelt und Menschen. Nach Angaben des Meeresforschers Tim Kruschke verändern sich Lebensräume, zudem nehmen schädliche Algenblüten und Sauerstoffmangel zu.
