Mutter verliert die Fassung: Gericht spricht Busfahrer nach tödlichem Unfall mit Schüler frei
Ein Amtsgericht in Hamburg Bergedorf hat einen 71 Jahre alten Busfahrer vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Er stand wegen eines Unfalls im Februar 2024 vor Gericht, bei dem ein neun Jahre alter Schuljunge an einer Haltestelle von einem Linienbus tödlich verletzt worden war.
Das Gericht kam zu dem Schluss, dass der Fahrer den Unfall nicht verhindern konnte. Nach Angaben des Gerichts hätte auch eine geringere Geschwindigkeit nicht ausgereicht, um rechtzeitig zu bremsen. Zudem sei es technisch nicht möglich gewesen, dem Kind mit dem Gelenkbus auszuweichen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann zu schnelles Fahren und mangelnde Aufmerksamkeit vorgeworfen. Die Nebenklage hatte eine Bewährungsstrafe gefordert. Während der Urteilsverkündung verlor die Mutter des Jungen nach Angaben des NDR die Fassung und ging die Staatsanwältin an.
