Merz mit Militärhilfe im Gepäck in der Ukraine angekommen
Bundeskanzler Friedrich Merz ist zu einem nicht angekündigten Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw eingetroffen. Bei seiner Ankunft warnte er, Russlands Kriegsmaschinerie könne sich früher oder später auch gegen Deutschland richten, wenn Moskau nicht gestoppt werde. Begleitet wird Merz von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und zehn Unternehmern aus der Rüstungs und Energiebranche.
Der Besuch gilt als besonders riskant, weil Russland seine Angriffe auf Kyjiw und auf Personenzüge zuletzt verstärkt hat. Zudem setzte Moskau in den vergangenen Wochen nach Angaben aus dem Text schnelle Jet Drohnen gegen zivile Ziele ein. Kurz vor der Ankunft des Regierungszugs rief das russische Außenministerium Ausländer und Diplomaten dazu auf, Kyjiw zu verlassen.
Merz will den ukrainischen Streitkräften die baldige Lieferung von Tausenden Abfangdrohnen zusichern. Zudem geht es um die gemeinsame Entwicklung und Produktion von Drohnen und von Abstandswaffen mit einer Reichweite von mehr als 1000 Kilometern. Für die deutschen Unterstützungsmaßnahmen sollen eine Milliarde Euro freigegeben werden, dazu kommen 350 Millionen Euro für Reparatur und Wiederaufbau zerstörter Kraftwerke.
