Mehr Waldbrände in Europa: Ursachen, Klimawandel und Prävention
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Mehr Waldbrände in Europa: Ursachen, Klimawandel und Prävention

In Europa hat die Waldbrandsaison in diesem Jahr bereits zu deutlich mehr verbrannter Fläche geführt als im Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre. Südlich von Paris kämpften Einsatzkräfte im Juli 2026 gegen einen großen Waldbrand, nordöstlich von Madrid zerstörte einer der größten Brände der jüngeren Geschichte Spaniens rund 32000 Hektar.

Die EU hat ihre Vorsorge zwar ausgebaut und stationiert in diesem Sommer rund 800 Feuerwehrleute in besonders gefährdeten Regionen. Satelliten und neue Systeme sollen Feuer früher erkennen. Dazu gehört auch ein Netz aus Kleinsatelliten des Münchner Unternehmens OroraTech, das Wärmestrahlung erfasst und Daten zu Brandort und möglichem Verlauf liefert.

Trotzdem bleibt das Risiko hoch. Studien zufolge hat sich die Zahl der Tage mit hohem Waldbrandrisiko weltweit in den vergangenen Jahrzehnten nahezu verdreifacht, mehr als die Hälfte des Anstiegs wird dem menschengemachten Klimawandel zugeschrieben. In Spanien und Frankreich haben Hitze, Trockenheit und Wind die Lage verschärft. Experten kritisieren zugleich, dass in manchen Ländern zu wenig in Prävention und Waldmanagement investiert werde. Mehr als 95 Prozent der Waldbrände gehen nach Angaben des Europäischen Zivilschutzes auf menschliches Verhalten zurück.

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