Marktbericht: Porsche zieht die Reißleine
Porsche will sich künftig auf weniger, dafür lukrativere Modelle konzentrieren und die Kosten weiter deutlich senken. Das neue Sanierungskonzept mit dem Namen Sportwagenschmiede 35 sieht vor, mehr exklusive und teurere Fahrzeuge zu bauen, um wieder mehr Geld zu verdienen.
Ziel des Managements ist mittelfristig eine Marge von zehn bis 15 Prozent bei einem Umsatz von 41 bis 45 Milliarden Euro. Vom früheren Ziel einer Marge von 20 Prozent hat sich der Stuttgarter Sportwagenbauer verabschiedet. Porsche rechnet zudem damit, bereits mit weniger als 200.000 Verkäufen im Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen, und zwar nach Einschätzung von Porsche Chef Michael Leiters schon 2027.
Der Konzern will die Zahl der Varianten um ein Fünftel senken, den Anteil von Spitzenmodellen und Sonderanfertigungen erhöhen und neue Topmodelle auf den Markt bringen. Gleichzeitig soll die Belegschaft von rund 42.000 Mitarbeitern mittelfristig um 25 Prozent schrumpfen, mit einem strategischen Ziel von 30 Prozent. Bereits vereinbart ist der Abbau von 9.000 Stellen bis 2035.
