Manipulationsskandal an der türkischen Börse
|

Manipulationsskandal an der türkischen Börse

An der türkischen Börse hat ein Manipulationsskandal für Aufsehen gesorgt. Mehrere Investmentfirmen sollen mit illegalen Absprachen einzelne Aktienkurse künstlich nach oben getrieben haben. Betroffen sind 131 Fonds mit einem Volumen von umgerechnet rund 16 Milliarden Euro, also etwa ein Zehntel des türkischen Fondsmarkts.

Die Finanzmarktaufsicht fror die Fonds am 17. September ein und will sie innerhalb von sechs Monaten liquidieren. Zugleich wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Vier Manager wurden am selben Tag festgenommen, inzwischen liegt die Zahl der Verhaftungen bei 26. Gegen mehr als 60 Personen wird ermittelt.

Finanzminister Mehmet Şimşek sprach von einem begrenzten Kredit und Liquiditätsproblem und betonte, es gebe kein flächendeckendes systemisches Risiko. Mehr als 400.000 Anleger sind nach Angaben aus dem Umfeld der betroffenen Fonds betroffen, darunter viele Kleinanleger. Der Skandal belastet auch das Vertrauen in den Finanzplatz Türkei.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert