London erhöht Verteidigungsetat um 15 Milliarden Pfund
Großbritannien will seine Verteidigungsausgaben in den kommenden vier Jahren um 15 Milliarden Pfund erhöhen. Premierminister Keir Starmer kündigte bei der Vorstellung des Defence Investment Plan an, dass insgesamt 298 Milliarden Pfund in die Verteidigung fließen sollen.
Mehr als fünf Milliarden Pfund sind für Drohnen und autonome Waffensysteme vorgesehen. Auch eine hybride Marine mit selbststeuernden Schiffen ist geplant. Die Royal Navy soll ihre Einsatzweise in den nächsten Jahren grundlegend umstellen.
Starmer verwies auf die Verpflichtung, künftig 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die umfassende Sicherheit auszugeben. Dazu zählen auch Energiesektor und kritische Infrastruktur. Zugleich bleibt die Finanzierung nach seinen Angaben schwierig, weil die politischen Spielräume wegen der hohen Staatsverschuldung eng sind. Kritik kam von Opposition und Militärexperten, die die Erhöhung für unzureichend halten. NATO Generalsekretär Mark Rutte begrüßte die Pläne als guten Schritt.
