Lobbyarbeit gegen das eigene Land: Brasiliens Justiz verurteilt Sohn von Bolsonaro
Brasiliens Oberster Gerichtshof hat Eduardo Bolsonaro zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Der Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro hatte nach Angaben des Gerichts versucht, die USA zu Sanktionen gegen Brasilien zu bewegen, während in seinem Heimatland gegen seinen Vater wegen eines geplanten Umsturzes verhandelt wurde.
Die Strafe kann er im offenen Vollzug verbüßen. Außerdem darf der 41 Jährige nach Verbüßung der Haft acht Jahre lang nicht für öffentliche Ämter kandidieren. Gegen das Urteil ist Berufung möglich.
Richter Alexandre de Moraes erklärte, es sei nicht Aufgabe eines brasilianischen Abgeordneten, im Ausland gegen das eigene Land Lobbyarbeit zu betreiben. Eduardo Bolsonaro hatte Kontakt zu US Behörden und konservativen Kreisen aufgenommen, um Unterstützung für seinen Vater zu werben. Zuvor war Jair Bolsonaro im September zu gut 27 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
