Le Pen im Wahlkampf: Weitermachen, als sei sie freigesprochen worden
Marine Le Pen setzt ihren Wahlkampf fort, obwohl weiter ungewiss ist, ob sie bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr kandidieren kann. Bis ein Berufungsgericht entscheidet, trat die Chefin des rechtsnationalen Rassemblement National in La Flèche auf, einem Ort mit besonderer Bedeutung für ihren politischen Aufstieg.
Auf dem Markt in der westfranzösischen Stadt kam es zu lautstarken Protesten von Gegnern und Anhängern Le Pens. Die Polizei hielt die Gruppen auseinander, der Auftritt musste nach wenigen Schritten abgebrochen werden. In La Flèche hatte der Rassemblement National im März die Kommunalwahl gewonnen und damit die jahrzehntelange Vorherrschaft der Sozialisten beendet.
Der neue Bürgermeister Romain Lemoigne betonte, Sicherheit habe für ihn Vorrang. Er kündigte an, die Zahl der kommunalen Polizisten schrittweise zu erhöhen. Gleichzeitig verteidigte er die Kürzungen im Kulturetat mit der hohen Verschuldung der Stadt. Le Flèche soll nach seinem Verständnis ein Beispiel für den politischen Kurs des Rassemblement National im französischen Westen werden.
