Lager an den Außengrenzen und mehr Überwachung: Asylreform tritt in Kraft
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Lager an den Außengrenzen und mehr Überwachung: Asylreform tritt in Kraft

Das neue EU Asylsystem ist in Kraft. Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems soll Verfahren beschleunigen, die Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten stärken und die Staaten an den Außengrenzen entlasten. Für Schutzsuchende kann das deutliche Einschnitte bedeuten, auch für Deutschland hat die Neuregelung Folgen.

Künftig soll es mehr Verfahren direkt an der Grenze geben. Sie sind auf zwölf Wochen begrenzt und sollen vor allem Menschen betreffen, die aus Staaten mit einer Anerkennungsquote von unter 20 Prozent kommen. Auch bei Gefährdern, bei falschen Angaben zur Identität oder fehlenden Dokumenten kann das beschleunigte Verfahren greifen. Für Deutschland sind solche Verfahren an Flughäfen wie München und Frankfurt am Main vorgesehen.

An den Landgrenzen sollen die Kontrollen zunächst weitergehen. Die Bundesregierung verweist zugleich auf einen möglichen Zusammenhang zwischen der Reform und einer späteren Lockerung der Kontrollen. Zudem werden in der EU Daten von Asylsuchenden künftig umfassender erfasst, unter anderem mit Gesichtsbildern und bereits ab einem Alter von sechs Jahren.

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