Krypto Anleger in Gefahr: Frankreich plant Meldepflicht
Frankreichs Finanzausschuss hat einen Änderungsantrag gebilligt, der eigenverwahrte Krypto Bestände ab 100.000 Euro meldepflichtig machen würde. Wer zum 31. Dezember mindestens diesen Betrag in einer Wallet hält, soll das künftig dem Finanzamt melden. Bei Verstößen sind Bußgelder von bis zu 10.000 Euro vorgesehen.
Der Antrag stammt von Abgeordneten der Fraktion LIOT. Sie verweisen auf eine parlamentarische Untersuchung zur Besteuerung Vermögender. Demnach lagen die Krypto Kursgewinne in Frankreich im Jahr 2021 bei knapp 3,5 Milliarden Euro, während den Steuerbehörden im selben Jahr nur Bestände im Wert von 400 Millionen Euro gemeldet wurden.
Die Entscheidung gilt zugleich als brisant, weil in Frankreich zuletzt zahlreiche Krypto bezogene Delikte registriert wurden. Das Innenministerium zählte zwischen Januar und Mitte August 90 Fälle von Entführung, Erpressung, Bedrohung oder gewaltsamem Raub mit Krypto Bezug.
