Kreml aggressiv auf See: Marineoffizier sagt, Russland schützt Schattenflotte mit Waffen
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Kreml aggressiv auf See: Marineoffizier sagt, Russland schützt Schattenflotte mit Waffen

Russland geht nach Einschätzung von Marineinspekteur Jan Christian Kaack auf See aggressiv vor und setzt in der Ostsee auch die sogenannte Schattenflotte ein. Dazu gehörten Ausspähversuche, Einschüchterung, Sabotage, Drohnenüberflüge und der Einsatz von Schiffen, mit denen Russland Sanktionen beim Öltransport umgeht. Kaack sagte in Berlin, diese Schiffe würden inzwischen auch mit Waffen geschützt, etwa durch Marineschiffe oder Wachteams an Bord.

Zugleich erklärte der Vizeadmiral, Deutschland und seine Verbündeten hätten ihr Lagebild deutlich verbessert. Durch die Verbindung von Daten aus Schiffen, Flugzeugen, Küstenradaren und Satelliten werde Auffälliges inzwischen wesentlich schneller erkannt, die Zeit bis zur Erkennung habe sich von 17 Stunden auf eine Stunde verkürzt. Die Marine sei wichtig für den freien Welthandel, der in den Krisenregionen Naher Osten, Rotes Meer und Persischer Golf keineswegs selbstverständlich sei.

Auch beim Personal sieht Kaack eine Wende. Die Zahl der Frauen und Männer in der Marine wachse erstmals wieder, für 2026 rechne man mit 3000 zusätzlichen Menschen.

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