Kreislaufwirtschaft im Bauen: Wie sich Schutt besser recyceln lässt
Die Baubranche zählt in Deutschland zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren. Nach Angaben des Umweltbundesamts entfallen rund 60 Prozent des gesamten Abfallaufkommens auf mineralische Bauabfälle. 2022 lag die Verwertungsquote von Bauabfällen erstmals bei mehr als 90 Prozent, allerdings wird nur ein kleiner Teil davon beim Neubau wieder eingesetzt.
Jährlich fallen in Deutschland etwa 400 Millionen Tonnen Müll an, davon 230 Millionen Tonnen mineralische Bauabfälle. Dazu zählen neben Bauschutt auch Boden, Steine, Straßenaufbruch und gemischte Baustellenabfälle. Zugleich wächst der Druck, Baustoffe stärker im Kreislauf zu halten, weil Rohstoffe knapp sind und die Entsorgung teurer wird.
Für eine stärkere Wiederverwendung braucht es nach Einschätzung von Fachleuten regionale Abstimmung, kurze Transportwege und Materialkataster, die Abriss und Neubau besser zusammenbringen. In der Schweiz gibt es bereits gesetzliche Vorgaben für Recycling Beton, in Deutschland fehlen solche Regeln bislang.
