Krawalle im Pokalderby: DFB bestraft Kaiserslautern hart für beispiellosen Exzess
Der 1. FC Kaiserslautern ist nach den schweren Ausschreitungen beim DFB Pokalspiel gegen Waldhof Mannheim zu einer Geldstrafe von 300000 Euro verurteilt worden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball Bundes ahndete damit die Vorfälle vom 21. August. 120000 Euro kann der Klub für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.
Zusätzlich verhängte das Gericht einen teilweisen Zuschauerschluss, der bis zum 31. März 2028 zur Bewährung ausgesetzt wird. Der Verein akzeptierte das Urteil zunächst nicht und behielt sich eine Berufung vor. DFB Vizepräsident Thomas Bergmann sprach von einem beinahe beispiellosen Exzess und bezeichnete die vielen pyrotechnischen Gegenstände sowie den Abschuss von Raketen in Richtung anderer Zuschauer als inakzeptabel.
Bei dem Südwest Derby waren rund 1400 Polizisten im Einsatz, 35 wurden verletzt. Mehrere Fans wurden vorläufig festgenommen, 85 Zuschauer medizinisch betreut und acht von ihnen ins Krankenhaus gebracht. Das Spiel wurde nach einem Platzsturm und viel Pyrotechnik unterbrochen, später aber fortgesetzt. Kaiserslautern gewann 1 zu 0 nach Verlängerung.
