Kommunen setzen auf neue Konzepte für Cybersicherheit
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Kommunen setzen auf neue Konzepte für Cybersicherheit

Kommunen in Bayern setzen angesichts zunehmender Cyberkriminalität auf neue Schutzkonzepte und besser geschultes Personal. In der Gemeinde Marquartstein im Landkreis Traunstein ist der Ernstfall durchgespielt: Bei einem Angriff sollen Mitarbeitende sofort den Netzwerkstecker ziehen, im schlimmsten Fall muss das System neu aufgesetzt werden. Ein Notbetrieb wäre nach Einschätzung von Bürgermeister Andreas Scheck innerhalb von zwei Tagen möglich.

Nach Angaben des Landratsamts Traunstein ist der Mensch die größte Sicherheitslücke. Betrüger arbeiten häufig mit gefälschten E Mails und nutzen teils echte Mailadressen von Geschäftspartnern, um täuschend echte Rechnungen zu verschicken. Eine Gemeinde im Landkreis wurde bereits Opfer einer solchen Masche, der Schaden lag demnach zwischen 80.000 und 140.000 Euro. Inzwischen müssen Beschäftigte telefonisch nachfragen, wenn sich Kontodaten eines Geschäftspartners ändern.

Auch das Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik führt Penetrationstests durch, um Schwachstellen in Systemen von Städten und Gemeinden aufzuspüren. Dabei spielt auch Künstliche Intelligenz eine wachsende Rolle. Als wiederkehrende Schwachstelle nennt das Landesamt veraltete Software und rät zu regelmäßigen Updates.

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