Kommentar zum FDP Parteitag: Kein guter Start für Kubicki
Wolfgang Kubicki ist mit nur 59 Prozent Zustimmung zum neuen starken Mann der FDP gewählt worden. Seine Herausforderin Marie Agnes Strack Zimmermann erreichte aus dem Stand 40 Prozent. Das Ergebnis macht deutlich, dass die Liberalen über den künftigen Kurs der Partei tief gespalten sind.
Im Zentrum der Debatte steht die Frage, wie die FDP wieder zu einer relevanten politischen Kraft werden kann. Die Partei ist inzwischen nur noch in sechs Landtagen vertreten und kämpft mit sinkender Bedeutung. Kubicki setzt dabei auf Bekanntheit, Schlagfertigkeit und viel Aufmerksamkeit.
Gleichzeitig stößt der neue rechtsliberale Kurs auf Widerstand in der Partei. Vor allem der Umgang mit der AfD sorgt für Irritationen. Für Kubicki wird es nun darauf ankommen, die FDP vor schwierigen Landtagswahlen in Mecklenburg Vorpommern, Sachsen Anhalt und Berlin zu stabilisieren und ihr Profil zu schärfen.
